Flucht und Arbeit – Konzepte, Theorien, Paradigmen

When:
08.11.2017 @ 10:00
2017-11-08T10:00:00+01:00
2017-11-08T10:30:00+01:00
Where:
Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), Humboldt-Universität zu Berlin
Hannoversche Str. 25
10115 Berlin
Germany
Contact:
Benjamin Etzold
FacebookTwitterGoogle+EmailPrintFriendly

Workshop des Arbeitskreises Flucht und Arbeit im Netzwerk Flüchtlingsforschung

CALL FOR PAPERS/CONTRIBUTIONS

Immer mehr WissenschaftlerInnen untersuchen globale Fluchtbewegungen sowie die Alltagswelten, Lebensbedingungen und Integrationschancen von Geflüchteten in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit der Qualifikation, „Beschäftigungsfähigkeit“ und dem Zugang der Geflüchteten zu Arbeitsmärkten bildete dabei einen wichtigen Schwerpunkt der Forschung in den letzten Jahren. Mittlerweile werden immer mehr Publikationen im Themenfeld Flucht und Arbeit veröffentlicht. Doch es fällt auf, dass viele Forschungsarbeiten eher empirisch und deskriptiv ausgerichtet sind. Oft werden die erkenntnistheoretischen Grundlagen nicht explizit dargelegt und die konzeptionellen Zugänge nicht detailliert ausgeführt – was daran liegen mag, das viele Arbeiten im Kontext von eher anwendungsorientierten Projekten entstehen. Gerade in so einem interdisziplinären Forschungsfeld erscheint es uns notwendig, dass nicht nur die Ergebnisse der Forschung diskutiert werden, sondern gerade die Konzepte und Theorien, welchen unseren Blick auf das spannende und spannungsreiche Verhältnis zwischen Flucht und Arbeit wesentlich prägen. Wir möchten alle im Themenfeld Forschenden einladen, sich im Rahmen eines 1-tägigen Workshops über die (erkenntnis-) theoretischen Grundlagen ihrer Arbeiten auszutauschen.

· Wozu brauchen wir Theorie(n), um den Zusammenhang zwischen Flucht(bewegungen) und Arbeits(verhältnissen) besser zu verstehen?

· Mit welchen Konzepten und Theorien arbeitet Ihr im Rahmen Eurer konkreten Forschungsprojekte? Warum? Was sind die Stärken des jeweiligen Zugangs?

· Welche übergeordneten Paradigmen (-wechsel) sind im Themenfeld erkennbar?

· Inwiefern prägen unsere disziplinären Sichtweisen und ausgesuchten Theorien auch die Auswahl unserer konkreten Forschungsfragen, der Untersuchungsgruppe, der eingesetzten Forschungsmethoden und letztlich unsere Ergebnisse?

Um am Workshop teilzunehmen, schickt uns bis zum 13.10.2017 bitte einen max. ½-seitigen Abstract mit dem Titel Eurer Forschungsarbeit (oder Vorhabens), die sich im weiten Themenfeld von Flucht und Arbeit befinden sollte, und schildert kurz, warum welche Konzepte und Theorien für Euch besonders wichtig und hilfreich sind.

Der Workshop beginnt mit einer kurzen Einführung ins Themenfeld und gängigen konzeptionelle Zugänge zum Thema. JedeR TeilnehmerIn wird die eigene Arbeit und die eingesetzten Konzepte und Theorien vorstellen. Es ist genug Zeit eingeplant, um jede Arbeit und die übergeordneten Workshop-Fragen zu diskutieren.

Es ist geplant, dass wir uns bei einem 2. Workshop im Frühjahr 2018 dann mit empirischen Forschungsmethoden und Fragen der Forschungsethik im Themenfeld auseinandersetzen.

Ansprechpartner*in

Julia Freudenberg (Leuphana Universität Lüneburg, Julia.Freudenberg@gmx.de)

Benjamin Etzold (Bonn International Center for Conversion, BICC, benjamin.etzold@bicc.de)

Netzwerk Flüchtlingsforschung: http://fluechtlingsforschung.net/