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AK Psychische Gesundheit und Flucht

Der AK Psychische Gesundheit und Flucht hat sich zum Ziel gesetzt, die in Deutschland ansässige Forschung zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen durch neue, multi- und interdisziplinäre Perspektiven weiterzuentwickeln. Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für die Entstehung psychischer Erkrankung unter Flüchtlingen gegenüber Vergleichspopulationen ohne Fluchterfahrung. Zu den Risikofaktoren psychischer Erkrankungen zählen u.a. verschiedene Traumata, verzögerte Asylverfahren, Haft, und Verlust von Kultur und sozialer Unterstützung. Der bisherige Schwerpunkt der Forschung zu den psychischen Folgen von Flucht findet in Deutschland bisher vorwiegend innerhalb der Grenzen einzelner Disziplinen statt, insbesondere der Klinischen Psychologie und Psychiatrie. Die hier dominierenden Diagnosen, wie oben aufgeführt, sind für ein umfassendes Verständnis der Auswirkungen von Zwangsmigration auf die psychische Gesundheit jedoch zu eng.

Im Arbeitskreis möchten wir weiterreichende Konzepte, wie die des psychologischen Wohlbefindens (wellbeing), als auch fachübergreifende Aspekte, wie zum Beispiel sozial- und kulturanthropologische Zugänge zu Identitätskonstruktionen von Flüchtlingen im Exil, in die Erarbeitung und Gestaltung innovativer Forschungsideen und –projekte mit einfließen lassen. Ein Ziel des Arbeitskreises ist es nicht nur Risiken, sondern auch Resilienzen in den Fokus des wissenschaftlichen Diskurses zu bringen und Flüchtlinge als aktive Akteure in der Gestaltung und Aufrechterhaltung ihres Wohlbefindens zu verstehen. Auch erhoffen wir uns, in die Entwicklung von Interventions-/Präventionsempfehlungen mehr partizipative Forschungsergebnisse sowohl aus Forschung ‚vor Ort‘ als auch im Exil miteinzubeziehen.

Der AK Psychische Gesundheit und Flucht möchte als Plattform dienen, die für Diskussionen zu aktuellen Themen, zur Planung gemeinsamer Forschungsprojekte/Publikationen und zur gegenseitigen konstruktiven Kritik von geplanten Projekten/Publikationen genutzt werden kann.

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